Wusstet ihr, dass ihr auf Mallorca außerhalb geschlossener Ortschaften einen Helm tragen müsst? Die Verkehrsregeln auf Mallorca weichen in einigen Punkten von denen in Deutschland ab. Erfahrt hier mehr darüber.

Zauberhafte Ausflugsmöglichkeiten für Fahrradfahrer

Mallorca gehört zu den schönsten Gegenden in Europa und ist daher bei Radurlaubern sehr beliebt. Wenn im Frühling die Mandel- und Aprikosenbäume blühen, während zu Hause noch winterliche Temperaturen herrschen, kann man schon mal ins Träumen geraten. Küstenfahrten an der sonnigen Mittelmeerküste sind besonders beliebt, aber auch das Hinterland bietet erholsame und zugleich sportliche Stunden in der Natur. Unweit der Küsten findet man zauberhafte, unberührte, hügelige Gebiete mit unendlichen Radfahrmöglichkeiten. Oder man fährt auf gut ausgebauten, ehemaligen Bahntrassenradwegen (hier mehr dazu), wie jene im Hinterland von Alicante. Die Baleareninsel ist ein absolutes Radfahrparadies, nicht nur im Frühling.

Verkehrsregeln in der Übersicht

Das Radwegenetz der Insel ist recht gut ausgebaut. Auf Mallorca ist es ganz normal, dass sich Radfahrer und Autos die Straßen teilen. Da ist es nicht verwunderlich, dass es auch hier zu Konflikten zwischen beiden Parteien kommen kann. Um unnötige Reibereien zu vermeiden, ist es nicht verkehrt, die hiesigen Verkehrsregeln zu kennen. Wir haben für euch das Wichtigste in einer Übersicht zusammengestellt.

Radfahren nebeneinander

Auf Mallorca ist es gestattet auf Landstraßen nebeneinander zu fahren, solange es nicht ausdrücklich durch Schilder verboten ist. Allerdings in einer Kolonne maximal zu zweit. In unübersichtlichen Straßenbereichen muss man sich hintereinander einordnen. Ausnahme: Parallel-Fahren ist erlaubt, wenn der Verkehr nicht behindert wird. Radfahrer haben möglichst weit rechts zu fahren, am besten auf dem Randstreifen.

Wer hat Vorfahrt? Radfahrer oder Autofahrer?

Radfahrer haben in Spanien Vorfahrt vor motorisierten Verkehrsteilnehmern. Sind Radfahrer in Gruppen unterwegs, dann gilt das gesamte Peloton als ein einziges Fahrzeug. Das heißt, dass die Kolonne nur im Ganzen überholt werden darf – allerdings nur, wenn das Überholmanöver die Fahrradfahrer nicht behindert oder in Gefahr bringt. Bei Kreuzungen und im Kreisverkehr gilt: Sobald sich ein Fahrradfahrer an der Kreuzung befindet oder in den Kreisverkehr eingebogen ist, müssen die motorisierten Fahrer warten, bis die ganze Fahrradkolonne den Bereich passiert hat.

Überholvorgänge

Wenn ein Autofahrer sich Radfahrern nähert, ist er verpflichtet, die Geschwindigkeit anzupassen. Überholen ist nur erlaubt, wenn der seitliche Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann. Dies gilt auch für in Gruppen reisende Fahrradfahrer. Der Radfahrer selbst hat sich an diese Pflicht ebenfalls zu halten, wenn er etwa langsame landwirtschaftliche Fahrzeuge überholen möchte. Um die Distanz von 1,50 m zum Fahrrad einhalten zu können, ist ein Ausweichen auf die Gegenfahrbahn fast immer unabdingbar. Wenn kein Gegenverkehr kommt, ist es dem Autofahrer erlaubt, Radfahrer auch auf einer durchgezogenen Linie zu überholen.

Rechte und Pflichten für Radfahrer in Spanien

Radfahrer haben die Pflicht, Randstreifen oder spezielle Fahrrad-Zonen zu benutzen, sofern vorhanden. Es gilt das Rechtsfahrgebot, um nur den notwendigen Raum auf der Fahrbahn zu beanspruchen.
Auf Landstraßen ist eine Helmpflicht festgeschrieben! In der Stadt müssen nur Radfahrer unter 16 Jahren einen Helm tragen, es sei denn, die zuständigen Verkehrsbehörden empfehlen ihn für alle.
Es ist verboten während der Fahrt mit dem Fahrrad Kopfhörer im Ohr zu tragen oder zu telefonieren.
Radfahrer sind dazu verpflichtet, für ausreichende Beleuchtung am Fahrrad zu sorgen. Innerorts wie außerorts ist das Vorderlicht einzuschalten sowie Reflektoren hinten am Rad zu befestigen. Bei Dunkelheit ist zusätzlich reflektierende Kleidung zu tragen.
Alkohol ist weitgehend tabu. Die Promillegrenze im Blut liegt für Radfahrer, ebenso wie für Autofahrer, bei 0,5. Die Alkoholkonzentration in der Atemluft darf 0,25 Milligramm pro Liter nicht überschreiten.

Gegenseitige Rücksichtnahme für beide Seiten von Vorteil

Zum Abschluss bleibt nur zu sagen: Die Teilnahme im Straßenverkehr erfordert in allen Ländern gegenseitige Rücksichtnahme und manchmal auch etwas Geduld. Dazu gehört auch, dass man nicht in jeder Situation bedingungslos auf seinem vermeintlichen Recht beharrt. Wenn sich auf einer schmalen Straße eine Autoschlange hinter einem bildet, dann kann man als Radgruppe auch mal rechts ranfahren und die Autofahrer durchlassen.
Das Team des Fahrradverleihes RADONLINE Mallorca wünscht euch eine sichere Fahrt!

Eine Antwort

  1. Ich bin kein militanter Rad oder Autofahrer, muss aber wirklich schreiben wie dämlich sich einige Radfahrkollegen verhalten. Muss ich wirklich in vierer Reihe in Richtung Stadtautobahn fahren? Es gibt Radwege, nein man muss auf der Autoseite fahren. Habe Verständnis dass einige einen Haß auf die Radfahrer bekommen. Also bitte an alle Hirn an.

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