Urlaubsziele Palma de Mallorca: Die Kathedrale La Seu

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on linkedin
Share on email

Eine Kirche, die zu Ehren einer Jungfrau gebaut wurde. Der Legende nach hat Jaume I. den Grundstein mit dem Bau einer Moschee gelegt, während unter Jaume II. der eigentliche Bau der Kathedrale begonnen wurde.

Beeindruckende Geschichte um die Entstehung der Kathedrale

Schöne Ausflugsziele auf Mallorca gibt es einige. In diesem Blogbeitrag wollen wir vom Fahrradverleih RADONLINE Mallorca euch die Kathedrale von Palma vorstellen. Experten zählen die Kathedrale der Heiligen Maria zu den imposantesten Bauwerken der gotischen Architektur. Erbaut wurde sie in der Zeit zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert, die bedeutende Kunstwerke verschiedener Epochen (Gotik, Renaissance, Barock und Neuzeit) beherbergt. Die Kathedrale ist das repräsentative Monument Mallorcas, weil sie eine perfekte Synthese der letzten acht Jahrhunderte der Inselgeschichte darstellt.

Die Kathedrale ist 109,50 Meter lang und 33 Meter breit, das Hauptschiff misst 75,50 Meter in der Länge und 19,50 Meter in der Breite. Die beiden Seitenschiffe sind je 86 Meter lang und 10 Meter breit. Das Hauptschiff erreicht 44 Meter Höhe und ist so eines der Höchsten in Europa. Die beiden Seitenschiffe messen je 30 Meter. Das Presbyterium mit dem Chor, auch Königskapelle genannt, hat eine Größe von 34 mal 16 Metern.

Die Kathedrale La Seu („Bischofssitz“) ist das Wahrzeichen der Hauptstadt Palma de Mallorca. Der Legende nach geriet der König und seine Armee bei der Überfahrt nach Mallorca in einen gewaltigen Sturm. Jaume I. flehte die Jungfrau Maria an und versprach ihr für den Fall seiner Rettung den Bau einer Kirche. Die Grundsteinlegung erfolgte 1230 genau an der Stelle einer alten arabischen Hauptmoschee. Unter Jaume II., dem Sohne des Eroberers, wurde ab 1306 der eigentliche Bau der Kathedrale begonnen. Der Bau des Kirchenschiffes wurde 1587 abgeschlossen, das Hauptportal wurde 1601 geweiht. Die Arbeiten an der Hauptfassade begannen 1852 und wurden erst Anfang des 20. Jahrhunderts beendet. In den Archiven der Kathedrale von Palma de Mallorca sind die Namen aller Baumeister verzeichnet.

radonline-mallorca

Architekt Gaudì und Künstler Barceló maßgeblich am heutigen Erscheinungsbild beteiligt

1902 beauftragte der Bischof Pere Joan Campins den Architekten Anton Gaudì mit der Umgestaltung der Tempelanlage, um den Raum der Kathedrale an die neuen liturgischen und pastoralen Anforderungen anzupassen. Die Beteiligung Gaudìs dauerte ungefähr zehn Jahre (1904-1914). Die Bauten bestanden in der Wiederherstellung, Anordnung und Ausschmückung des zentralen Kirchenschiffes und der Königlichen Kapelle, im Wesentlichen durch die Verlegung des Chors, der sich bis zu dem Zeitpunkt zwischen dem zweiten und dritten Abschnitt des Schiffes befunden hatte, durch Entfernung des gotischen Hauptaltars, Errichtung des Baldachins des Hauptaltars, Eingliederung des Bischofssitzes in den Altarraum, Beleuchtung des Raumes durch bis dahin nicht vorhandene Glasfenster, künstliches Licht und Kerzenleuchter und der Erstellung eines weitläufigen, liturgischen Mobiliars.

Im Zuge der andauernden Modernisierung des Bauwerks lud man den zeitgenössischen Künstler Miquel Barceló dazu ein, an der Kapelle des Allerheiligsten zu arbeiten. Er schuf die Darstellung zum Thema Eucharistie (Vermehrung der Brote und Fische).  Eingeweiht wurde das Werk 2007.

Die Sakristei „Sagristia dels Vermells“ nimmt den ersten Baukörper des Glockenturms ein, ein gotischer Bau mit Kreuzrippengewölbe, durch den man Zugang zum gotischen und dann zum barocken Kapitelsaal erlangt. In diesen Sälen befindet sich das Dommuseum, das bedeutende Werke aus Malerei, Bildhauerei und Goldschmiedekunst von der Gotik bis zum 20. Jahrhundert beherbergt.

8 interessante Fakten zur Kathedrale:

  1. Die Kathedrale La Seu gilt als das größte Gotteshaus der Welt.
  2. Die über 1.200 farbigen Glasstücke sind zu Mustern und Blumenornamenten zusammengesetzt und entstanden im 14. Jahrhundert.
  3. Lange reichten die Mauern der Kathedrale und des Bischofsitzes bis an das Meer. In den 60er Jahren entstand ein künstlicher See mit Wasserspielen unterhalb der Kathedrale, der daran erinnern soll, dass die Stadtmauern einst bis ans Meer reichten.
  4. Der Architekt Anton Gaudì nahm wichtige bauliche Veränderungen vor und optimierte die Akustik. Er ließ den barocken Altar entfernen und legte den alten gotischen Altar frei.
  5. Der mallorquinische Künstler Miquel Barceló gestaltete den schönen dreiteiligen Altar aus Keramik in der Sankt-Peters-Kapelle und verarbeitete dafür 15 Tonnen Ton. Zur Einweihung kamen 2007 auch das Königspaar Juan Carlos und Dona Sophia von Spanien.
  6. Im Jahr 1851 wurden große Teile der Kathedrale bei einem Erdbeben zerstört. Der Wiederaufbau und die Renovierungsarbeiten wurden teilweise im künstlich wirkenden, neugotischen Stil vorgenommen.
  7. Die Kathedrale von Palma besitzt einen befestigten Glockenturm mit insgesamt 9 Glocken. Die Glocke ´N´Eloi‘ hat einen Durchmesser von 2 Metern und wiegt unglaubliche 4.517 Kilogramm.
  8. Die bebaute Fläche der Kathedrale von Palma beträgt 6.600 qm und bietet Platz für 18.000 Menschen.

Kathedrale des Lichts - Ein Wunder aus Farbe und Licht

Ein Besuch lohnt sich ganz besonders direkt nach der Öffnung der Kathedrale um 10.00 Uhr. Morgens, wenn die Sonne noch östlich steht und das Sonnenlicht durch die farbenprächtige Rosette der Ostfront der Hauptapsis fällt, wird das gesamte Kircheninnere in ein Farbenmeer getaucht. Die Rosette stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist die Größte der Welt. In der Kirche befinden sich weitere 5 Rosetten sowie 60 künstlerisch gestaltete Glasfenster.

Jedes Jahr am 02. Februar und 11. November ist in der Kathedrale ein faszinierendes Lichtspiel zu sehen: gegen 8 Uhr entsteht eine Acht aus Licht. Die aufgehende Sonne projiziert eine zweite Rosette genau unter die Rosette des Eingangsportals. Nicht umsonst hat die Kathedrale den Beinamen „Kathedrale des Lichts“. Das Schauspiel ereignet sich zweimal pro Jahr, denn dann fällt die Morgensonne genau im richtigen Winkel durch die große Rosette an der Ostfront der Kathedrale, so dass die 1236 bunten Glasteile genau auf der gegenüberliegenden Wand wie im Original zu sehen sind. An beiden Stichtagen öffnet die Kathedrale von Palma bereits gegen 08.00 Uhr morgens. Um diese Zeit beginnt das Schauspiel. Gegen 08.30 Uhr fällt das Licht dann so, dass die beiden Rosetten, die Echte und die Projizierte, eine farbenprächtige Acht bilden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise
  • Einlass ab 10:00 Uhr, Schließung je nach Monat zwischen 15:00 und 18:00 Uhr*
  • Ganzjährig: samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr*
  • sonntags geschlossen*
  • Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren: 8.00 €*
  • Personen mit Behindertenausweis: 0.00 €*

*Alle Angaben ohne Gewähr

D&B Travels hat auf ihrem YouTube-Kanal ein beeindruckendes Video zu der Kathedrale veröffentlicht:

https://www.youtube.com/watch?v=WDqVvYZe8OQ

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Für Newsletter anmelden